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Ich hätte gerne auf Günter Exel geantwortet, aber die Kommentarfunktion erlaubt mir kein html (oder bin ich blind?) und da wird das alles so unübersichtlich mit den links…
Deshalb mach ich gleich einen neuen Blogpost daraus :)
Wer wissen will, worauf sich diese Antwort bezieht, kann das hier nachlesen.

Here we go:

Hut ab für das Antworten in 140-Zeichen-Blöcken. Ich war kurz in Versuchung, ebenso darauf zu reagieren, aber ich bin viel zu faul das würde ja der Intention dieses Blogs zuwider laufen ;)

Ein paar Punkte aber:

Falls das Zitieren in Wort & Screenshot als Angriff rübergekommen ist – so war’s sicher nicht gemeint. Retweetet haben’s viele (inklusive mir), ich wollte lediglich meine direkte Quelle exemplarisch nennen. Ich wäre nicht @twit_consult follower, wenn ich’s nicht schätzen würde.

Ich unterschätze nicht, wie sehr sich unser Alltag und unser Verständnis der Welt verändert und auch noch verändern wird. Twitter ist für mich aber nur ein Teil davon. Mag sein ein wertvoller, nicht zu unterschätzender, aber doch nur ein Teil eines Prozesses, dessen Auswirkungen wir wahrscheinlich gar nicht ermessen können.

Da ich mit Kindergeburtstag und #klofail persönlich angesprochen wurde, hier meine Überzeugung:
Kindergeburtstag & #klofail und ja, auch die Essensvorlieben von Heather aus Cincinnati, sind Teil dieses Umwälzungsprozesses – oder, um es mit dem TIME Magazine zu sagen: The social warmth of all those stray details shouldn’t be taken lightly, denn sie verändern unsere Beziehungen und unseren Umgang miteinander, unser „Involvement“. Sie bauen eben jene „suspension bridge made of pebbles“ (ebd.)

Wir entwickeln auf Twitter ein Gefühl der Nähe für Fernes.
So wie sich Gehirnbahnen nur entwickeln, wenn sie genutzt werden, entwickelt und schult sich auf Twitter unser Sinn für „persönliches Involvement trotz Distanz“.
Somit üben wir an nobabes Topfenknödel jenes Zugehörigkeitsgefühl, dass uns in einer Krisensituation Proxy Server für den Iran programmieren lässt… (Kühne These? Vielleicht. Aber ich würde die einzelnen „pebbles“ nicht unterschätzen.)

Ich beobachte mit Spannung & Erfurcht. Aber ich bleibe dennoch dabei: Ein Friedensnobelpreis hat etwas mit Intention und persönlichem Einsatz zu tun.
Dedication to a cause – weiß nicht, ob das (bei aller Wertschätzung) auf @ev und @biz zutrifft…
Zudem ist er dotiert. Das Geld kann man anderswo besser brauchen als in San Francisco.

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2 Responses to “Twittensnobelpreis, Teil 2”

  1. Günter Exel sagt:

    Viel zu tun – aber noch immer bin ich eine Antwort auf @nic_ko’s Kommentar zum „Twittensnobelpreis“ schuldig. Dass ich mein Versäumnis diesmal nicht in 140-Zeichen-Stanzeln nachhole, dafür bitte um Nachsicht!

    Also, liebe @nic_ko: Kindergeburtstage und #klofail haben einen enorm wichtigen Platz im Leben – und somit auch auf Twitter. Ich unterstreiche die Bedeutung dieser Elemente fürs Zugehörigkeitsgefühl – auch wenn ich selbst beschlossen habe, im Interesse meiner Follower in der Regel darauf zu verzichten. Diese sozialen Mikro-Erlebnisse als Elemente einer „suspension bridge of pebbles“ zu beschreiben, das ist nichtsdestotrotz ein wunderbares Bild.

    Damit zum Plädoyer: Warum nicht einmal Brückenbauer für ihre Verdienste um den Frieden, ums Verständnis, um den Austausch würdigen? Dass @ev und @biz in San Francisco mit dem Geld sicherlich etwas – für den Anlass Würdiges – tun würden, wäre im Angesicht der Welt wohl Ehrensache.

    Dass durch einen „Twittensnobelpreis“ die Prozesse, wie wir miteinander umgehen, kommunizieren, ein Gefühl für das Ferne entwickeln, Kieselstein an Kieselstein fügen – ja: dass dadurch diese Prozesse bewusster (und hoffentlich noch viel leidenschaftlicher) diskutiert werden, wäre für mich die Dotierung wert.

    Also: Laut drüber nachdenken sollt man schon mal können dürfen … Gerade um damit auch durchaus geschätzte Kommentare von durchaus geschätzten Followern zu provozieren! :-)

    Also: Pax?

    Liebe Grüße,
    Günter Exel
    @guenterexel

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